Wohngesundheit: Gesund wohnen mit smarter Haustechnik

Wohngesundheit ist mehr als ein Trend. Sie entscheidet täglich darüber, wie du dich fühlst, schläfst und erholst. Dabei ist das Raumklima in vielen Wohnungen schlechter als angenommen: Die Luft in Innenräumen ist oft deutlich stärker belastet als draußen. Erfahre, worauf es beim gesunden Wohnen wirklich ankommt und wie du Schritt für Schritt ein Zuhause schaffst, das dein Wohlbefinden aktiv unterstützt.

Häufig gestellte Fragen rund um Wohngesundheit

  • Wohngesundheit beschreibt das Zusammenspiel aller Faktoren, die dein Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden beeinflussen. Es geht nicht um einzelne Produkte, sondern um ein ganzheitliches Konzept aus Luft, Licht, Temperatur und Akustik. Ziel ist ein Raumklima, das frei von Schadstoffen ist und dich in deinem Alltag unterstützt, statt deine Gesundheit unbemerkt zu belasten.

  • Die Luftqualität in deiner Wohnung hängt von mehreren Faktoren ab:

    • Schadstoffe aus Baustoffen, Möbeln oder Reinigungsmitteln
    • CO₂, das beim Ausatmen entsteht und bei schlechter Lüftung schnell ansteigt
    • Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur, die das Wohlgefühl direkt beeinflussen
    • Alltägliche Aktivitäten wie Kochen, Duschen oder Heizen

    Wer diese Faktoren kennt und gezielt steuert, schafft die Grundlage für gesundes Wohnen.

  • In Wohnräumen kommen verschiedene Schadstoffe vor, die häufig unbemerkt bleiben:

    • Flüchtige organische Verbindungen (VOC): entstehen in Farben, Lacken, Möbeln und Reinigungsmitteln
    • Formaldehyd und Weichmacher: häufig in Bodenbelägen, Klebstoffen und Kunststoffen
    • Schimmelsporen und Hausstaub: biologische Belastungen, die Atemwege reizen
    • Radon: ein radioaktives Gas, das aus dem Boden ins Gebäude gelangen kann

    Diese Stoffe sind unsichtbar, entstehen schleichend und können langfristig die Gesundheit beeinflussen. Weitere Informationen findest du zum Beispiel beim Umweltportal NRW.

  • Die Luftfeuchtigkeit hat großen Einfluss auf dein Wohlbefinden. Ist sie zu hoch, droht Schimmel. Ist sie zu niedrig, trocknen Schleimhäute aus und die Anfälligkeit für Erkältungen steigt. Der ideale Bereich liegt bei 40 bis 60 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit. Smarte Sensoren messen diese Werte kontinuierlich und helfen dir, dauerhaft ein gesundes Raumklima zu halten, wie z.B. Busch-Tenton®.

Vier Bausteine für gesundes Wohnen

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Ruhe: unterschätzt, aber entscheidend für deine Gesundheit

Deine Ohren sind rund um die Uhr aktiv, auch im Schlaf. Dauerhafter Lärm macht nachweislich krank. Bereits ab 65 Dezibel erhöht sich bei längerer Einwirkung das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das entspricht dem Geräuschpegel einer Kantine zur Mittagszeit oder dem Straßenverkehr in der Stadt. Achte deshalb auf guten Schall- und Lärmschutz in deinem Zuhause.

Tipp: Die DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau" definiert die Mindestanforderungen an den baulichen Lärmschutz von Wohngebäuden.

Was sind wohngesunde Baumaterialien?

Nicht alle Materialien sind gleich. Wohngesunde Baumaterialien erkennst du an diesen Eigenschaften:

Niedrige Schadstoffemissionen: Wohngesunde Materialien geben nur geringe Mengen an flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) ab. VOCs können aus verschiedenen Bauprodukten freigesetzt werden und die Luftqualität in Innenräumen beeinträchtigen.

Allergikerfreundlich: Wohngesunde Materialien sind hypoallergen und enthalten keine Substanzen, die Allergien oder Atemwegsprobleme auslösen könnten.

Schimmelpilzresistenz: Materialien sollten resistent gegen Schimmelwachstum sein, um die Bildung von Schimmelpilzen in Innenräumen zu verhindern, was wiederum die Luftqualität verbessert.

Nachhaltigkeit: Nachhaltige Baumaterialien werden umweltfreundlich hergestellt und haben oft eine geringere Umweltauswirkung während ihrer Lebensdauer. Dies schließt den Abbau von Rohstoffen, die Herstellung, den Transport und die Entsorgung ein.

Natürliche Materialien: Holz, Lehm, Kork und Naturstein enthalten weniger chemische Verbindungen und gelten als besonders wohngesund. Mehr dazu erfährst du hier: Einrichten mit Echtmaterialien

Tipp: Zertifizierte Baumaterialien, die von unabhängigen Instituten auf Schadstoffe geprüft wurden, sind sie an verschiedenen Siegeln erkennbar, wie beispielsweise dem Blauen Engel, das RAL-Gütezeichen oder das EU-Eco-Label.

Wohngesundheit im Neubau: Ganzheitlich von Anfang an denken

Gesund bauen muss nicht teuer sein. Das Sentinel Holding Institut (SHI) beziffert den Kostenanteil für Wohngesundheit an den gesamten Baukosten auf gerade einmal 0,2 bis 2 Prozent. Der Schlüssel liegt in einem ganzheitlichen Ansatz, der Wohngesundheit und Energieeffizienz gemeinsam denkt.
Moderne Haustechnik spielt dabei eine zentrale Rolle. Intelligente Systeme erleichtern nicht nur den Alltag, sie schaffen auch eine gesündere Wohnumgebung. Neubauten benötigen ein durchdachtes Lüftungskonzept, damit beim Lüften nicht unnötig Wärme verloren geht.

Smarte Haustechnik für gesundes Wohnen

Ein Wandbedienfeld mit mehreren Tasten und einem digitalen Display, das zur Steuerung von Smart-Home-Geräten dient.

Der Busch-Tenton® vereint Raumtemperaturregelung, Luftqualitätsmessung und Bedienung in einem Gerät. Er misst Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO₂-Wert und unterstützt damit aktiv ein gesundes Raumklima. Das Gerät lässt sich sowohl in Busch-free@home® als auch in den Busch-Installationsbus® KNX einbinden, sodass Heizung, Lüftung, Beleuchtung und Beschattung intelligent vernetzt gesteuert werden können. Smarte Fenstermelder, die mit Heizungsthermostaten vernetzt sind, optimieren zusätzlich den energetischen Aspekt: Die Heizung reduziert automatisch die Leistung, sobald ein Fenster geöffnet wird.

Die Zusammenarbeit mit erfahrenen Architekten, Bauingenieuren und Elektroinstallateuren hilft dir, von Anfang an die besten Entscheidungen zu treffen. Über unsere Fachhändlersuche kannst du einen Elektroprofi in deiner Nähe finden.

Exkurs: Wohngesundheit einfach sichtbar gemacht

Drei Personen betrachten Baupläne auf einem Tisch, während einer von ihnen ein Tablet hält und auf den Plan zeigt.

Viele Faktoren, die über dein Wohlbefinden entscheiden, lassen sich nicht sehen. Genau das macht das Thema Wohngesundheit oft schwer greifbar. Aber was wäre, wenn du es einfach erleben könntest?

Gemeinsam mit starken Partnern, darunter auch Busch-Jaeger, hat Mittelstädt Baugeschäft ein interaktives 3D-Tool entwickelt, das genau das ermöglicht. In einem virtuellen Raum, zum Beispiel einem Kinderzimmer, wählst du Materialien, Technik und Ausstattung aus und siehst sofort die Auswirkungen. Wie verändert sich die Luftqualität? Was passiert mit Temperatur, Licht oder Akustik? Welchen Einfluss haben einzelne Materialien wirklich?
Besonders anschaulich: Schadstoffe werden im Raum als kleine Punkte dargestellt. Je nach deiner Wahl werden es mehr oder weniger. Das Tool basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und zeigt Wohngesundheit ganzheitlich: von Luft und Licht über Raumklima bis hin zu Komfort. Probiere es selbst aus!

Wohngesundheit im Bestandsbau verbessern: 8 praktische Tipps

Du musst nicht neu bauen, um gesünder zu wohnen. Mit diesen Maßnahmen verbesserst du die Wohnqualität in deinem bestehenden Zuhause:

1. Regelmäßig lüften

und die Luftfeuchtigkeit aktiv regulieren

2. Smarte Fenstermelder

nutzen, die mit Heizungsthermostaten vernetzt sind, damit keine Heizenergie verschwendet wird

3. Luftfilternde Pflanzen

aufstellen, zum Beispiel Bogenhanf, Grünlilie oder Efeu

4. Umweltfreundliche Reinigungsmittel

mit geringen VOC-Gehalten verwenden

5. Schadstoffarme Möbel

und Einrichtungsgegenstände bevorzugen

6. Textile Materialien

wie Teppiche und Vorhänge für eine bessere Raumakustik einsetzen

7. Natürliche Materialien

wie Holz, Baumwolle, Wolle und Leinen verwenden

8. Energiesparende LED-Beleuchtung

einsetzen und ältere Elektrogeräte ersetzen

Förderungen für gesundes Bauen und Wohnen

Wohnzimmer mit grauem Sofa, Esstisch, Pflanzen und großen Fenstern, die viel natürliches Licht hereinlassen.

Viele Maßnahmen, die dein Zuhause wohngesünder machen, werden heute staatlich unterstützt. Das KfW-Programm „Klimafreundlicher Neubau" (297/298) fördert energieeffiziente, nachhaltige Gebäude mit attraktiven Krediten. Noch mehr Unterstützung gibt es mit dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG).

Wer auf nachhaltige Materialien, gute Luftqualität und ein ganzheitliches Raumkonzept setzt, profitiert doppelt: von einem gesunden Zuhause und von finanzieller Förderung. Es lohnt sich, das Thema Wohngesundheit von Anfang an mitzudenken.

Mehr erfahren zu ...

Paar sitzt auf einer Couch und betrachtet gemeinsam einen Tablet-Bildschirm mit blauer Benutzeroberfläche.

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Busch-Tenton®

Dein Raumklima auf einen Blick. Der Busch-Tenton® misst Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO₂ und zeigt dir sofort, wann es Zeit zum Lüften ist.

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