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Der Brückentag am 31. Oktober wurde vielseitig interpretiert. So ging es einerseits um die Brücke der A45, aber auch um die Wirtschaftsregion Südwestfalen und den Brückenschlag zum EU-Parlament in Brüssel.

Informationen aus erster Hand - Zwei Politiker waren am Brückentag zu Gast bei Busch-Jaeger

Der Brückentag am 31. Oktober wurde vielseitig interpretiert. Busch-Jaeger lud Birgit Sippel, Mitglied des Europaparlaments für die Region Südwestfalen/NRW, und Sebastian Wagemeyer, Bürgerbeauf- tragter für den Abriss und Neubau der Rahmedetalbrücke und Bürgermeister der Stadt Lüdenscheid, zum Austausch ein. So ging es einerseits um die Brücke der A45, aber auch um die Wirtschaftsregion Südwestfalen und den Brückenschlag zum EU-Parlament in Brüssel.

Besonders großes Interesse hatte Adalbert M. Neumann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Busch-Jaeger Elektro GmbH, zum neuesten Stand der A45-Sperrung. „Bis zum unserem nächsten Spitzentreffen am 15. November sollte ein dezidierter Ablaufplan da sein“, sagte Sebastian Wagemeyer und ergänzte: „Durch die Rüge gegen die Vergabeentscheidung haben wir eine sechswöchige Verzögerung bei der Sprengung. Wenn die Witterung mitspielt und wir vom Ursprungstermin

18. Dezember ausgehen, wäre eine Sprengung dann sechs Wochen später.“ Außerdem fügte Wagemeyer noch hinzu: „Der Bundesverkehrsminister hat verstanden, dass es nicht nur eine Brücke ist, sondern auch die Identität dahinter gesehen. Es ist eine Brücke mit Symbolcharakter.“ Der Bürgerbeauftragte rechnet mit einer sechswöchigen Sperrung der Altenaer Straße für den Zeitraum der Sprengung und Abfuhr. „Es tut gut, solche Dinge mal aus erster Hand zu erfahren“, sagte Neumann. Auch im EU-Parlament war die A45-Sperrung schon mal Thema. „Ich sollte bei den Italienern Tipps holen, wie es beim Brückenbau schneller gehen könnte“, sagte Birgit Sippel, „aber da war es ein ganz anderer Fall und nicht vergleichbar.“

Bei Busch-Jaeger sind nicht nur Mitarbeiter- und Zulieferwege durch die Brückensperrung betroffen, sondern auch die Verbindung zum zweiten Werk im 100 Kilometer entfernten Bad Berleburg. Dies ist das Kunststoff-Kompetenzzentrum des Unternehmens. „Beim Lieferverkehr versuchen wir es so zu entzerren, dass die LKWs nicht zur Rush-hour fahren“, erklärte Adalbert M. Neumann. „Für die Fahrten haben wir einen E-Truck bestellt, um emissionsfreie Fahrten von Lüdenscheid nach Bad Berleburg machen zu können.“ Das Thema Nachhaltigkeit und Energieeffizienz interessierte Birgit Sippel sehr. Vor dem Termin in Lüdenscheid war sie an der Universität Siegen zu Gesprächen mit Studierenden. „Dort hatten wir das Thema Smart Home, wie passend“, sagte Sippel.

So hörte die Arnsbergerin bei ihrem ersten Besuch bei Busch-Jaeger aufmerksam zu, als Adalbert M. Neumann und Stefan Kugel (Abteilung Sicherheit und Gesundheit bei Busch-Jaeger) sie mit auf die „Mission to Zero“ nahmen und den klimaneutralen Unternehmens-Standort in Lüdenscheid zeigten. Die über den Parkplätzen installierte Photovoltaik-Anlage schafft es an sonnigen Tagen, den kompletten Strombedarf am Standort zu decken. Zur Abdeckung von Bedarfsspitzen wird zusätzliche grüne Energie bezogen, was eine 100-prozentige CO2-neutrale Produktion gewährleistet. „Auch der Standort in Bad Berleburg bekommt eine Solaranlage“, sagte Adalbert M. Neumann.

Energieeffizienz ist auch im Europaparlament ein Thema. „Die Heizungen werden heruntergedreht und es ist immer gut bei langen Sitzungen eine Jacke dabei zu haben“, sagt Birgit Sippel, „es gibt sicherlich noch ein paar mehr Möglichkeiten, um die Gebäude in Brüssel intelligenter zu machen.“ Ziel ist im kommenden Jahr einen parlamentarischen Abend in Brüssel zum Thema Smart Home und Smart Building zu machen. Dieser soll dann in einer Kooperation mit der französischen Smart Buildings Alliance und der deutschen Wirtschaftsinitiative Smart Living, deren Vorstandsvorsitzender Adalbert M. Neumann ist, organisiert werden.